Straßenkatzen-Balingen e.V.

Presse

Katze ergibt sich

Katzen nicht die Schuldigen – keine Jagd auf Hauskatzen

Balingen, den 24.09.2025

Seit den 1960er Jahren sind in Deutschland rund 300 Millionen Vögel verschwunden. Immer wieder fordern Jäger deshalb, Hauskatzen zum Abschuss freizugeben. Schließlich sollen die Tiere für jährlich 20 bis 100 Millionen getötete Vögel verantwortlich sein. Doch sind Katzen tatsächlich die Ursache für den Rückgang der Vogelpopulation?

Katzen spielen nur eine Nebenrolle

Nach Angaben des NABU sind Hauskatzen lediglich für 4 bis 20 Prozent aller Vogeltodesfälle verantwortlich. Auch wenn diese Zahl hoch klingt, zeigen die Ergebnisse der seit 2005 laufenden Zählaktion „Stunde der Gartenvögel“ ein differenzierteres Bild:

  • In Siedlungsräumen, in denen Katzen überwiegend jagen, sind die Bestände stabil.

  • Es gibt keine Unterschiede zwischen Gärten mit oder ohne Katzen.

Damit ist klar: Katzen tragen zwar zu Vogeltodesfällen bei, sie sind jedoch nicht der entscheidende Grund für den Rückgang der Bestände.

Hauptursachen für Vogeltode

Andere Faktoren wie Glasscheiben, Verkehr und Stromleitungen verursachen deutlich mehr Verluste:

  • Glasbauten: 100 bis 115 Millionen tote Vögel jährlich – bislang ohne flächendeckende Sicherungspflicht durch Muster oder Aufkleber.

  • Straßen- und Bahnverkehr: rund 70 Millionen Todesfälle pro Jahr.

  • Stromleitungen: 1,5 bis 2,8 Millionen Todesopfer durch Stromschlag.

  • Windkraftanlagen: im Vergleich gering – etwa 100.000 Vögel jährlich.

Auch Rabenvögel wie Elstern oder Krähen spielen im Vergleich nur eine untergeordnete Rolle.

Unschuldige Katze

Der wahre Grund: Landwirtschaft und Insektensterben

Hauptursächlich für den Rückgang ist die intensive Landwirtschaft. Durch den massiven Einsatz von Pestiziden verschwinden Insekten – die wichtigste Nahrungsquelle für die Jungenaufzucht vieler Vogelarten.
Eine Langzeitstudie belegt den dramatischen Rückgang: In 63 Naturschutzgebieten, überwiegend in Nordwestdeutschland, nahm die Biomasse fliegender Insekten in nur 27 Jahren um 76 Prozent ab. Weder Klima noch andere Faktoren erklären diesen Einbruch, weshalb Forscher den Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung sehen.

Tierschutz statt Abschuss

Unbestritten gibt es ein Problem mit verwilderten Katzen. In vielen Bundesländern ist es sogar erlaubt, trächtige Tiere oder säugende Katzenmütter zu töten – mit dem Ergebnis, dass Jungtiere elendig verhungern. Eine deutlich effektivere Lösung wäre eine bundesweite Kastrationspflicht für freilaufende Katzen.

Dass Kastrationen den Bestand sehr wohl regulieren können, zeigt ein Beispiel aus Dormettingen (Baden-Württemberg). Dort wuchs die Population von 6 auf 19 Katzen innerhalb weniger Wochen an, darunter mehrere trächtige Tiere. Dank einer Fang- und Kastrationsaktion blieben die erwachsenen Tiere vor Ort, die Jungkatzen wurden vermittelt. Ohne Eingreifen hätte sich die Population weiter vervielfacht.


Quelle: NABU – Vögel in Gefahr

Kontakt für die Presse:
Straßenkatzen Balingen e.V.
Roswitha Gladel, Vostand
0171-8839554
vorstand@strassenkatzen-balingen.de
www.strassenkatzen-balinge.de

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gerettet

Aufnahmestopp in Tierheimen – der sichere Tod von Tausenden Katzenbabys

Straßenkatzen Balingen e.V. fordert bundesweite Katzenschutzverordnung – Briefaktion gestartet

Balingen, 27. August 2025 –

In vielen deutschen Tierheimen herrscht derzeit Aufnahmestopp. Was nach einer organisatorischen Maßnahme klingt, bedeutet für unzählige Katzenwelpen den sicheren Tod. 

 

„Tausende hilflose Kätzchen werden ihrem Schicksal überlassen, sie verhungern, erfrieren oder sterben unter qualvollen Umständen – das ist die traurige Realität“, sagt Frau Gladel vom Verein Straßenkatzen Balingen e.V.

Ein Beispiel für das große Glück im Unglück ist die kleine Mira: Sie war eine der letzten Katzen, die von einer privaten Auffangstation noch aufgenommen werden konnte. Viele andere Jungtiere haben diese Chance nicht.

Verantwortung wird abgeschoben

Obwohl Tierschutz im Grundgesetz verankert ist, hat der Bund die Verantwortung für den Katzenschutz an die Länder und diese an die Kommunen abgegeben. Viele Kommunen weisen diese Pflicht jedoch von sich. „Manche behaupten sogar, Katzen kämen alleine gut zurecht. Das ist schlicht falsch, denn Streuner sind keine Wildtiere – sie stammen alle von zahmen Hauskatzen ab“, erklärt Frau Gladel.

Besonders problematisch: Menschen, die aus Mitleid Katzen füttern, sollen teilweise selbst für Tierarztkosten und Kastrationen aufkommen. „Ohne Futter lassen sich die Tiere gar nicht einfangen. Katzen bewusst verhungern zu lassen, ist grausam und mit dem Gedanken des Tierschutzes unvereinbar“, betont der Verein.

Briefaktion für bundesweite Regelung

Straßenkatzen Balingen e.V. fordert daher die Einführung einer bundesweiten Katzenschutzverordnung. Nur eine einheitliche gesetzliche Grundlage könne verhindern, dass weiterhin jährlich Tausende Katzenwelpen qualvoll sterben.

Um den politischen Druck zu erhöhen, hat der Verein eine Briefaktion gestartet. Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, gemeinsam mit dem Verein Schreiben an die politischen Entscheidungsträger zu senden.

„Wir brauchen eine bundesweite Regelung – nur dann haben die Tiere eine echte Chance. Jede Stimme zählt, auch Ihre!“, appelliert Frau Gladel von Straßenkatzen Balingen e.V.

Über Straßenkatzen Balingen e.V.

Der Verein Straßenkatzen Balingen e.V. setzt sich seit Beginn des Jahres für den Schutz, die Kastration und die Versorgung von herrenlosen Katzen ein. Mit ehrenamtlichem Engagement und Aufklärungsarbeit kämpft der Verein gegen das Leid von Straßenkatzen in Deutschland.

Kontakt für die Presse:
Straßenkatzen Balingen e.V.
Roswitha Gladel, Vostand
0171-8839554
vorstand@strassenkatzen-balingen.de
www.strassenkatzen-balinge.de

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4 ausgesetzte Welpen

Katzenflut ohne Grenzen – Warum eine Kastrationspflicht dringend notwendig ist

Balingen, 28. Juli 2025 – In einem Garten im süddeutschen Balingen spielten am vergangenen Wochenende vier junge Katzenwelpen – ein Bild, das auf den ersten Blick harmlos und beinahe rührend erscheint. Doch der Fall steht exemplarisch für ein gravierendes und bundesweit zunehmendes Problem: die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen.

Ein Anwohner alarmierte am 19. Juli den örtlichen Tierschutzverein „Straßenkatzen-Balingen e.V.“, nachdem er die Jungtiere entdeckt hatte. Weder die Gemeinde Balingen noch das zuständige Tierheim waren am Wochenende erreichbar. 

Dank des Engagements der Tierschützer konnte kurzfristig eine Unterbringung bei der Organisation „Pfötchenhilfe Schömberg-Schörzingen e.V.“ organisiert werden – rechtzeitig vor dem herannahenden Unwetter. Am darauffolgenden Montag wurden die Tiere ordnungsgemäß bei der Kommune gemeldet.

Vermutete Herkunft: Hauskatze mit Freigang

Die Welpen zeigten sich in einem verhältnismäßig guten Zustand, was laut Experten nahelegt, dass sie nicht von verwilderten Streunern, sondern von einer nicht kastrierten Hauskatze mit Zugang nach draußen stammen. Genau hierin liegt das Kernproblem: Viele Katzenhalter unterschätzen die Folgen, wenn sie ihre Tiere ungehemmt in den Freigang lassen – ohne sie vorher kastrieren zu lassen.

Nicht selten versuchen Halter zunächst, ungewollten Katzennachwuchs zu verschenken oder über Internetplattformen zu verkaufen. Angesichts überfüllter Tierheime und mangelnder Abnehmer scheitern viele dieser Versuche. Die vermeintlich einfache Lösung: Die Tiere werden ausgesetzt – eine Praxis, die nicht nur illegal ist, sondern auch weitreichende Folgen für Tiere und Gemeinden hat.

Aussetzen ist keine Lösung – sondern Beginn eines Kreislaufs

Der Glaube, dass junge Katzen sich ab einem gewissen Alter selbstständig durchschlagen könnten, hält sich hartnäckig. Doch diese Annahme führt zu einem Teufelskreis: Aus einzelnen ausgesetzten Tieren entwickeln sich schnell neue Streunerpopulationen. Denn Katzen sind bereits mit fünf bis sechs Monaten geschlechtsreif – eine unkontrollierte Vermehrung ist damit programmiert.

Ein Beispiel aus der Nachbargemeinde Dormettingen zeigt die Dynamik solcher Entwicklungen: Aus lediglich sechs verwilderten Tieren wuchs innerhalb kurzer Zeit eine Kolonie von 19 Katzen. Ohne Eingreifen drohen gesundheitliche Risiken für die Tiere, steigender Druck auf Tierheime – und nicht zuletzt erhebliche Kosten für die Kommunen.

Kommunale Verantwortung und steigende Kosten

Was viele nicht wissen: Streunende Katzen gelten rechtlich als Fundtiere. Das bedeutet, dass ihre Versorgung – medizinisch, artgerecht und dauerhaft – in die Zuständigkeit der jeweiligen Gemeinde fällt. Und das kann teuer werden.

  • Die Stadt Sigmaringen etwa meldete für das vergangene Jahr Ausgaben in Höhe von rund 12.000 Euro zur Versorgung aufgefundener Katzen.
  • Die Gemeinde Ostrach bezifferte ihre jährlichen Kosten auf etwa 8.000 Euro.

Beide Kommunen zogen Konsequenzen und führten eine Katzenschutzverordnung mit Kastrationspflicht für freilaufende Katzen ein.

Kastrationspflicht: Ein wirksames Instrument

Zahlreiche Tierschutzorganisationen fordern daher bundesweit eine einheitliche gesetzliche Regelung, die Halter von freilaufenden Katzen zur Kastration verpflichtet. Diese Maßnahme gilt als effektivstes Mittel, um die unkontrollierte Vermehrung und das damit verbundene Tierleid einzudämmen.

„Viele Menschen handeln nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Unwissenheit oder Hilflosigkeit“, erklärt Roswitha Gladel, Sprecherin von „Straßenkatzen-Balingen e.V.“. „Aber genau deshalb braucht es klare Regelungen und Aufklärung – sowohl für Tierhalter als auch für Entscheidungsträger in den Kommunen.“

Die Tierschützer appellieren deshalb eindringlich an Städte und Gemeinden, aktiv zu werden. Eine Katzenschutzverordnung sei nicht nur ein Instrument des Tierschutzes, sondern auch ein Gebot ökonomischer Vernunft und öffentlicher Fürsorge.

Kastration schützt – Tiere und Menschen gleichermaßen

Eine flächendeckende Kastration trägt wesentlich dazu bei, das Entstehen neuer Streunergruppen zu verhindern. Gleichzeitig schützt sie die Tiere selbst vor Krankheiten, Kämpfen und einem Leben in Unsicherheit. Auch für die Bevölkerung bedeutet eine kontrollierte Katzenpopulation weniger Belästigung, geringere Gesundheitsrisiken und eine Entlastung öffentlicher Einrichtungen.

Tierschutzvereine wie „Straßenkatzen-Balingen e.V.“ leisten hier täglich wertvolle Arbeit – oft ehrenamtlich und unter schwierigen Bedingungen. Doch ohne strukturelle Unterstützung stoßen sie zunehmend an ihre Grenzen.

Fazit: Kastration ist keine Option, sondern Notwendigkeit

Der Fall aus Balingen ist kein Einzelfall – sondern ein Symptom eines flächendeckenden Problems. Ohne verpflichtende Kastration von freilaufenden Katzen droht die Situation weiter zu eskalieren – zum Leid der Tiere und zur Belastung für die Allgemeinheit. Es ist Zeit, konsequent zu handeln.

Pressetext vom 28.07.2025 zum Download

Straßenkatzen-Balingen e.V. warnt: Junge Katzen unerwünscht  

Tierleid durch unkontrollierte Vermehrung auf Höfen und Straßen

Balingen, 21. Juni 2025 – Auf ländlichen Grundstücken, Bauernhöfen und in verwilderten Siedlungen im Zollernalbkreis spielt sich jedes Jahr das gleiche stille Drama ab: Unzählige junge Katzen kommen unerwünscht zur Welt – und sterben oft unter grausamen Bedingungen. Viele werden ausgesetzt, verhungern, erkranken schwer oder werden auf bestialische Weise getötet. Der Verein Straßenkatzen-Balingen e.V. schlägt Alarm und fordert: Nur eine flächendeckende Kastration kann dieses Tierleid dauerhaft verhindern. Daher ruft er auf, bei der Aktion „Schreiben für die Katz“ mitzumachen.

Unkontrollierte Vermehrung endet im Elend

Vor allem in ländlichen Gebieten rund um Balingen, Hechingen und Albstadt vermehren sich freilaufende Katzen unkontrolliert – meist auf Höfen, wo sie als Mäusefänger geduldet werden. Wenn der Nachwuchs kommt, sind viele überfordert: Die Katzenkinder werden sich selbst überlassen oder sogar brutal entsorgt. „Immer wieder erreichen uns Berichte von ertränkten oder erschlagenen Katzenbabys – ein Zustand, der unhaltbar ist“, erklärt Irmgard Löffler, Vorsitzende des Vereins Straßenkatzen-Balingen e.V.

Kastration schützt – nicht nur die Tiere

Die Kastration ist die einzig wirksame Methode, um das Katzenelend zu stoppen. Kastrierte Tiere leben gesünder, kämpfen seltener und vor allem: Sie bringen keinen Nachwuchs zur Welt, der dann im Elend endet. Trotzdem lassen viele Tierhalterinnen und Tierhalter ihre Freigängerkatzen nicht kastrieren – aus Unkenntnis, Sorglosigkeit oder weil sie die Kosten scheuen.

„Die Folgen sehen wir jeden Tag“, sagt Frau Löffler. „Katzenbabys mit Katzenschnupfen, unterernährte Muttertiere, verwilderte Kolonien – das Leid ist überall sichtbar, auch bei uns in Balingen.“

Appell an Politik und Bürger

Straßenkatzen-Balingen e.V. fordert deshalb eine kommunale Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, wie sie in anderen Städten bereits existiert. Zusätzlich müssten Kastrationen für Landwirte oder finanziell schwächere Halter bezuschusst werden. Denn auch wer keine »Hauskatze« besitzt, sondern Tiere auf dem Grundstück duldet, trägt Verantwortung.

„Es braucht klare Regeln und staatliche Unterstützung. Wir fordern die Stadt Balingen und den Zollernalbkreis auf, aktiv zu werden“, so Frau Löffler. Besonders jetzt müssen Kätzinnen, Kater und Jungtiere eingefangen und kastriert werden. Nur so lässt sich künftiges Leid verhindern

„Schreiben für die Katz“ – Ihre Stimme für den Schutz der Straßenkatzen

Straßenkatzen Balingen e.V. und die Initiative Politik für die Katz haben die gemeinsame Aktion „Schreiben für die Katz“ ins Leben gerufen, um auf das stille Leid unzähliger herrenloser Katzen in Deutschland aufmerksam zu machen – und endlich politische Konsequenzen zu fordern.

Mit der Aktion „Schreiben für die Katz“ ruft der Verein alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf einen Brief mit der Post an ihren Bundestagsabgeordneten senden. Ziel ist es, politischen Druck aufzubauen und klar zu zeigen: Die Bevölkerung fordert eine flächendeckende Lösung gegen das Katzenelend.

Mitmachen ist einfach:

  1. Auf der Homepage des Vereins gibt es eine einfache Anleitung wie jeder seinen Bundestagsabgeordneten finden kann
  2. Dort befindet sich auch ein Musterschreiben, das jeder nutzen darf.
  3. Wichtig ist den Brief mit der Post zu senden, den E-Mails landen im Spam-Ordner.

Warum jede Stimme zählt

Jedes Schreiben zeigt den Abgeordneten, dass Tierschutz den Menschen nicht egal ist. Wenn genug Bürgerinnen und Bürger sich melden, kann sich etwas bewegen. Einige Bundesländer und Kommunen haben bereits lokale Kastrationsverordnungen eingeführt – doch eine zersplitterte Regelung reicht nicht. Nur ein bundesweites Gesetz kann das Katzenelend wirksam beenden.

Straßenkatzen Balingen e.V. und Politik für die Katz sagen Danke – an alle, die sich ein Herz fassen und den Stift in die Hand nehmen.

Tierleid ist vermeidbar

Katzenleid wie das der jungen, unerwünschten Tiere ist keine Naturgegebenheit – es ist menschengemacht. Doch ebenso liegt es in unserer Hand, dieses Leid zu beenden. Der Schlüssel liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen.

Kontakt für Presse und Unterstützer:

Straßenkatzen-Balingen e.V.

Roswitha Gladel – Pressesprecher

E-Mail: info@strassenkatzen-balingen.de

roswithagladel@gmail.com

Telefon: 0171 88 39 554

Web: www.strassenkatzen-balingen.de

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